Günter Steinacher hat aus dem Nichts eines der größten europäischen Metall-Handelshäuser mit den Schwerpunkten Aluminium und Kupfer aufgebaut. Die beiden Aluminium-Schmelzgießereien in Österreich und Deutschland beschäftigen heute 120 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Günter Steinacher war ein Visionär mit klarem Geschäftssinn, fokussiert auf das Machbare und befeuert von enormer Zielstrebigkeit. 1973 stieg Günter Steinacher in den Aluminium-Metallhandel ein, der sein Leben bestimmen würde: Bei Norsk Hydro im damals neueröffneten Presswerk in Nenzing (Österreich) wurde er Einkaufsleiter für Aluminium. 1980 wagte er den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit und gründete die Alu-met Handelsgesellschaft.

Ein kleines Büro, ein Schreibtisch, ein Telefon, ein Taschenrechner, eine Zeitung mit Börsennotierungen, eine gute Portion Selbstvertrauen und schnelle Entscheidungen waren die Grundlage der weiteren Unternehmensentwicklung. Von seiner Frau Angelika wurde er dabei tatkräftig unterstützt. Ängstlichkeit oder Zögerlichkeit waren keine Charaktereigenschaften von Günter Steinacher. Wenn auch die ersten Jahre nicht einfach waren, so war er doch überzeugt von seinem kommenden Erfolg. Im ersten Schritt der Unternehmensentwicklung wurden externe Produktionskapazitäten zur Herstellung von Strangpressbolzen angemietet. Die steigende Nachfrage führte 1996 zur Beteiligung an der Gießerei in Kempten. Umbau und technische Modernisierung des Werks dauerten ein Jahr. 1999 folgten die Übernahme der Pressbolzengießerei in Nachrodt (Deutschland) und 2007 die Errichtung der Speedline Aluminium-Gießerei in Schlins (Österreich). Günter Steinacher lebte für und mit dem Unternehmen. Sein großes unternehmerisches Erbe führt und entwickelt die Günter Steinacher Privatstiftung in seinem Sinn weiter.